Leben mit Katzen: Nähen mit Katzen

In letzter Zeit habe ich wieder mit dem Nähen angefangen, obwohl ich das während meines Studiums super gehaßt habe und mir geschworen habe nie wieder eine Nähmaschine anzufassen. Aber in letzter Zeit juckt es mich so in den Fingern und ich bin im Schöpfungsfieber und vernarrt darin etwas eigenes zu erschaffen.

Auch nach 10 Jahren sitzt das eingetrichterte Wissen aus dem Studium noch drinnen und ohne den Druck einer strengen Dozentin im Nacken macht das Nähen richtig Spass, auch wenn das Zuschneiden immer noch mühsam ist. Noch mühsamer ist es natürlich mit zwei niegierigen Katern an der Seite.

Besonders für Emil ist alles super spannend und das Appauspapier für die Schnitte raschelt so toll und schläft sich auch am Besten. Stoff müssen unbedingt fest gehalten werden, wenn der Dosenöffner sie weg nehmen will und Höhlen bauen ist immer super!

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Fleißige Grüße

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Frau Taube ist eingezogen

Jahrelang versuchte die Maklerin am Platz – Frau Elster – das Nest gegenüber meinem Küchenfenster zu vermieten. Den einen war es zu urban – kann man auch verstehen so am 6-spurigen Kreisel mitten in der Innenstadt, den anderen nicht komfortabel genug, so zog sie jedes Jahr mit Herrn Elster immer selbt ein und bekamen jedes Jahr eine Baby-Elster.

Stadttaube Strausbergerplatz

Nun aber, ganz unerwartet, nachdem sie sich ein neues Nest baute – quasi Penthouse, näher am Springbrunnen und geschätzt gegenüber dem sechsten Stock – und in Rente ging, fand sie endlich einen Nachmieter für ihr altes Nest.

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Herr und Frau Taube sind eingezogen – Tauben bleiben ihr lebenlang monogam – und brüten gerade. Baby-Taube schlüpft dann auch bald – was freu ich mich, ich dachte schon, dieses Jahr keine Nachbarn am Küchenfenster zu haben. Hoffentlich fällt nichts aus dem Nest beidem Wind da draußen.

 

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Berlin, meine Perle

Berlin, meine ewige Geliebte, so habe ich dich einmal wieder betrogen. Da war ich ein Wochenende auswärtig – bei der Perle, Hamburg. Ach, was soll ich sagen – ich habe mich auch ieder ein wenig verliebt – du weißt ja: Alte Liebe rostet nicht.

Und nun ist es doch tatsächlich so, dass der Verstand wirklich darüber nachdenkt dich zu verlassen, mein geliebtes Berlin. Denn, laß uns doch mal ehrlich sein: Du bist nicht schön und man kann die eine oder andere Nacht mit dir durchmachen,doch reich wird man mit dir nicht.

Hamburg, die Perle, – das Tor zur Welt – ist da so ganz anders. Man kommt nach 10 jahren dort wieder an, wo Hamburg am häßlichsten ist – am Hauptbahnhof – und es scheint sich nichts geändert zu haben. Gewiß, dass ein oder andere Geschäft ist weg, dort ist ein ganz neues Stadtquartier entstanden, doch du bist immer noch hübsch anzuschauen, so fein und haseatisch. Mit weißen Villen an der Außenalster. In der Schanze wird die Anarchie gefakt, innen regiert das Establishment.

Hamburg ist wie vier Franzbrötchen zum Preis von zwei. Berlin ist da so anders. Da ist hauptsache bio, hauptsache vegan, hauptsache Döner für 50 Cents. Hamburg du schämst dich nicht für deine Porsches und Audi TT in Eppendorf und Rotherbaum. In Berlin fahren damit die Zuhälter und Kleinkriminellen aus Neukölln. In Berlin fährt man Bahn oder Rad und das meist im Rudel. In Hamburg macht man das nicht. In Hamburg ist man schneller mit dem Auto als mit der Bahn, in Berlin ist es umgekehrt.

In Hamburg hat man Geld und trägt feinen Zwirn, in Berlin tut man so als hätte man keins und sieht auch so aus. In Hamburg gibt es große Kerle mit Polokragen hochgeklappt. In Berlin 12-jährige Mädels mit Vollbärten. In Hamburg hat man Arbeit, in Berlin hat man Projekte.

In Hamburg ist sonntags Katzjammer und Regen. In Berlin ist Flohmarkt, Tanz, Rave und Karaoke im Mauerpark. Ach, mein geliebtes Berlin, auch wenn ich kurz in andere Betten schlafe, ich bleibe dir treu. Was soll man machen mit all dem Geld und gesicherten Leben, wenn man nichts vom selbigen hat?

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It Sucks to be a Fat Woman

spreemieze:

“It sucks that retailers who know they could make very good money off you refuse to stock reasonable quality, fashionable clothing at a reasonable price because they don’t want to lose their thin customers who wouldn’t be seen dead in the same outfit as a fat woman.”

Ursprünglich veröffentlicht auf Fat Heffalump:

I don’t know if you’ve all seen this snippet from the TV show Louie, but it has done the rounds of the fatosphere quite a bit over the past few days.  Just in case you haven’t seen it, or want to refresh your memory, here it is again.

I’m not a watcher of Louie, and I have mixed feelings about Louis CK, and his show as a vehicle for social politics, but I want to move away from that aspect just now.  That’s a conversation for another time.

This clip has garnered a lot of criticism within fat activism circles.  Some of it is valid criticism, some of it I disagree with because I think it is viewed through a lens of privilege and internalised misogyny as well.  I’m going to do more than one post about it, so please hang in there ok, and we’ll hit the issues up…

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Das Gefühl nichts zu vermissen

Letztens überkam mich die Erinnerung an ein Gefühl, dass ich als innere Freiheit beschreiben kann. Eine Freiheit, die es so nicht mehr gibt. Es ist das Gefühl, aus dem Haus zu gehen und nichts zu vermissen.

Verlasse ich heute das Haus, dann ist mein ständiger Wegbegleiter, neben Geldbörse und Hausschlüssel, mein Handy. Natürlich kann man sagen, ich solle mich einfach lösen und mein Handy – meine ständige Verfügbarkeit – zu Hause lassen. Doch trotzdem geistert dann immer in mir das unbehagliche Gefühl: was, wenn etwas passiert?

So habe ich einmal das Handy beiseite gelegt, weil die Arbeit mich im Urlaub ständig hat erreichen wollen und dann ist das Lieblingsleihkind schwer gestürzt und musste ins Krankenhaus. Freundin verzweifelt und ich nicht erreichbar, weil ich mir eine Pause beschaffen wollte.

Seitdem bleibt das Handy dabei, egal was ist. Immerhin habe ich nun eine Arbeit, die nicht ständig anruft. Das hat sich verbessert. Seitdem es Handys gibt, bzw. seit dem ich eines besitze ist diese jungfräuliche Leichtigkeit aus dem Haus zu gehen und nichts zu vermissen verschwunden. Besonders seit dem Smartphonealter, in dem man überall und zu jeglicher Zeit Informationen abrufen kann. Die größten Kathastrophen für uns Wohlstandsverwahrlosten sind kein Empfang zu haben und wenn ein isländischer Vulkan die Reiseplanung durcheinander bringt.

“We are a generation of idiots, smartphones and dump peoples.”

Und da spricht der Post in The San Francisco Globe mir so wirklich aus dem Herzen. Besonders, wenn ich im Lieblingscafé sitze und beobachte, wie Eltern ihre Kinder vor dem IPad parken um ihre Ruhe zu haben. Was haben meine Eltern für eine Energie aufgewendet und sich mit mir auseinander zu setzen und mir beigebracht mich selbst zu beschäftigen.

 

Und ich frage mich, ob es bald eine Bewegung gibt, die das Mobil sein ablehnt, während ich diesen Post im Social Media teilen werde.

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