Jeden Tag ein Bild – Tag 4

Jeden Tag ein Bild und eine Geschichte dazu.

 

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Wer den Banner meines Blogs kennt, der kennt auch dieses Bild. Für mich spiegelt es auf eine Weise mein Berlin wieder. Dieser Zaun mit dem goldenem Flitter lag in der Steinstraße in Berlin Mitte. Für mich war es so besonders, weil er für mich zu einem Symbol geworden ist. Ich liebe es immer noch durch die Straßen von Berlin zu spazieren und an jeder Ecke etwas neues zu entdecken. Leider wird das entdecken immer weniger, weil Berlin sich immer mehr aufräumt und verschwindet. Es wird immer mehr gleichgemacht, so dass es bald verschwindet. Auch der Zaunschmuck ist verschwunden.

Ich fand ihn damals so wunderschön wild und glamorös, dazu noch der Wind, der mit ihm spielte. Eine wunderbare Abwechslung zwischen all den Designerboutiquen und geraen Gehwegen.

Jeden Tag ein Bild – Tag 3

Jeden Tag ein Bild und eine Geschichte dazu.

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Sommer 2008 und das sind die Reste des Palast der Republik. Ich kam gerade aus den USA zurück, vielleicht war es auch schon nach Paris und ich hatte viel Zeit durch die Straßen von Berlin zu ziehen. Damals war ich auf Jobsuche und es war nicht einfach. Es dauerte noch bis zum Instagram-Tourismus der Berlin bald befallen würde.

Damals konnte ich mir gar nicht vorstellen, dass dort einmal ein Schloß stehen sollte. Mein Opa hatte immer großen Groll gegen die Russen, weil sie es einfach abgerissen haben. Ich frage mich, was er heute denken würde. Ob er sich freuen würde?

Jeden Tag ein Bild – Tag 2

Jeden Tag ein Bild und eine Geschichte dazu.

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Im Winter 2001/2012 gab es auf dem Breitscheidtplatz einen sehr kontrvers diskutierten Weihnachtsbaum – aus Müll. Die Berliner waren nicht so begeistert und ich habe das Gefühl er würde eher nach Kreuzberg und ins hier und jetzt passen.

Damals war Konsumkritik noch nicht ganz so populär wie jetzt in unserer Instagramgesellschaft. Beim Wort Objektkünstler muss ich immer an die Frank – Lehmann – Saga von Sven Regener denken. Die kann ich jedem ans Herz legen.

Jeden Tag ein Bild – Tag 1

Jeden Tag ein Bild und eine Geschichte dazu.

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Das Tacheles im Sommer 2011. Weit weg ist Corona und Berlin ist fast noch jungfräulich. Natürlich merkt man schon, dass der Hype beginnt, aber niemand hat schon Angst seine Wohnung zu verlieren. Das Tacheles gibt es noch und lädt zur offenen Galerie.

Man betritt das noch Kriegsgeschädigte Gebäude und gelangt über die Treppe in die verschiedendsten Ateliers. Überal, an jeder Ecke gibt es neues zu entdecken. Es ist, als wüde man eine andere Welt betreten. Das Tacheles ist wild und laut und Symbol des neuen Berlins nach der Maueröffnung – und es fehlt.