I quit over Wackelpudding

Wer meinen Weg verfolgt hat, der weiß, dass die Arbeit es war, die alte Wunden hat wieder aufbrechen lassen und der weiß auch, dass ich immer nicht nur fürs Geld gearbeitet , sondern auch immer eine Verwirklichung darin gesehen habe. Mich reingehangen habe, ohne zu merken, dass es mehr und mehr zur Sklaverei wurde. Die mich nicht nur seelisch, sondern auch gesundheitlich auffraß.

Nun Studium, endlich mal machen, was ich will, ohne Zukunftssorgengezeter. Ein Job zur Finanzierung war ja auch schnell gefunden. Im Kinderwohnheim und dann kam wieder der Gedanke: das ist mein Traumjob!
Und dann sofort wieder ins alte Muster gefallen. Mehr getan als einfach nur den Job. Perfekt sein.

Und dann begann wieder das innerliche Scheitern. Als Studentische Aushilfe kann man nicht perfekt mit zwei schwererziehbaren Kindern sein, wenn es die professionellen Pfleger es auch nicht schaffen. Trotzdem Vorhaltungen und kein Verständnis.Wie immer und ich hege Selbstzweifel an meinem Recht zu existieren.

Und dann werde ich mit zwei kranken Kindern allein gelassen, während die Pfleger gelassen in die Freizeit fahren. Ein Kind will keine Medizin mehr nehmen und nichts essen, zu dem bringe ich mit zwei krnakne Kindern das dritte gesunde in den Kindergarten. Jeden morgen. Wer sich erinnert, wie schrecklich es war als Kind krank zu sein, der hat eine Ahnung davon, wie es sich anfühlt ohne reguläre Ansprechpartner respektive Pflegeeltern zu sein.

So kauf ich Kinderhustensaft der leckerer schmeckt, Badezusatz damit die Kinder baden und eben Wackelpudding, weil es das einzige ist, was der Junge bei Halsweh essen will – alles von meinem Geld und bekomme bei der Heimkehr der Pflegeeltern einen riesen Anschiss.
Eingriff in die Privatsphäre, wird mir vorgeworfen, mich zu sehr einzubringen, was man denn erwartet, man solle den Job als Job sehen, etc.

Und dann tue ich wieder etwas für mich: ich kündige!

Nie-wieder-soll-mich-jemand-so-behandeln-Grüße

Miez

2 Gedanken zu “I quit over Wackelpudding

  1. Bei manchen Pflegeeltern hat man ohnehin das Gefühl, für die ist das nur eine Möglichkeit Geld zu verdienen… um die Kinder geht es da schon lange nicht mehr.

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