Hin & her und weggerissen

Es ist das Jahr 2011, das Jahr, als ich mit 180 km/h aus der Bahn geschleudert werde und plötzlich vor den Trümmern meines Lebens stehe. Keine Liebe, keinen Job, kein Geld, keine Zukunft – alte Wunden durch neue tiefe Schnitte in die Seele wieder aufgeplatzt – und ich stelle mir die Frage, ob sich das Leben überhaupt lohnt.

Ich bin ein Kämpfer, ich bin ein Aufsteher, ich bin ein Grizzly – doch es fällt so unglaublich schwer nach allem was man erlebt hat und feststellt, es hört nie auf – sich immer wieder auf die Füße zu stellen, um den Gipfel nach oben zu klettern um nah genug an der Sonne zu sein, damit alle Schatten hinter einen  fallen.

Dann steht man da, blickt in den Spiegel, vermisst den Glanz in dunklen Augen und plötzlich kommt dieses Lied, diese raue Stimme aus dem Radio. Man hört den Text, inhaliert Zeile für Zeile und verdammt noch mal: Alles wird perfekt! In the very end!

Die Gewissheit, dass man nie wieder in sein altes Leben zurück kann und darf, wandelt sich in Mut, aus alten Trümmern ein neues Zuhause zu bauen. Ganz nach eigenen Vorstellungen, Leben, Freiheit, Mut gehört auch dazu. Ein kompletter Neustart. Mit unglaublichen Höhen und tiefen, gefährlichen Tiefen. Mit Schritten zurück und wieder nach vorn. Alleine stehe ich da, gehe durch den Sturm, durch den Tornado meines Lebens und komme schließlich irgendwann zum Gipfel, begleitet von Freunden und mit einem Soundtrack im Ohr.

Denn verdammt noch mal, ich hab mich noch nie so in Musik wieder gefunden, wie in Caspers Worten, in seinen Lyrics. Als das Album rauskommt, sitze ich morgens noch vor dem Frühstück da und lade das Album bei I-Tunes runter. Zeile für Zeile inhaliere ich, sauge auf was ich höre und finde überall ein Stückchen Wahrheit wieder. XOXO ist mein Soundtrack zum Jahr 2011, das Jahr, was alles verändert hat, meine Zukunft, meine Wünsche und meine Ideale stürzte – denn es wäre heut‘ nicht wie es ist, wär es damals nicht gewesen wie es war. Der Sinn des Lebens ist leben.

Ich bin wieder da, wie Phoenix aus der Asche, denn ich weiß, ich bin unzerbrechlich, unverletzlich und unermesslich stark. Mir kann nichts mehr passieren. Ich kann nun die Welt in einem Kahn umsegeln, mit nichts weiter als mit einem Taschenmesser zwischen den Zähnen.

So bin ich dann also in der Columbia Halle, Gänsehaut trotz Hitze, und wäre ich nicht schon so verliebt ein Fan, ich wäre es jetzt.

Weitere Videos findet ihr hier, hier , hier und hier!Und Link zu noch mehr Fotos.
Wahnsinns-Konzert-Grüße
Miez

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