Die Stadt brennt

Der Feuerteufel geht um in Berlin. Das ist nichts neues. Im Kampf gegen Gentrifizierung und deren Fuhrwerke brannte schon in dem einen und anderen ehemaligen Arbeiterbezirk das ein oder andere Luxusmobil.
Berlin war schon immer im Wandel. Noch vom Krieg versehrte Häuser wurden renoviert, neue Fassade, Toilette nach innen gebaut, mit Zentralheizung. Dann kamen die Studenten, die Künstler, so waren auch bald die Bioläden da, aus Studenten wurden Familien, manche zogen fort und lebten den Traum vom Eigenheim, andere blieben, weil sie sich kein Eigenheim leisten konnten und von Multikulti und billigen Mieten profitierten. Aus Filterkaffee wurde Latte Macchiato und kaum stand das Bio-Weinladen-Bistro im Lonely Planet kamen die Touristen.

Friedrichshain
Friedrichshain
Gefährlich wird es aber erst, wenn Sightseeingbusse an deinem Haus vorbei fahre, wo vorher kein Westdeutscher je einen Fuß gesetzt hätte. Denn dann kommen bald die Galerien, dann die Luxuskarossen und dann folgt der Ausverkauf: LUXUSSANIERUNG.

Dass da verdrängte Hausbewohner/besetzer beim Anblick von Porsche Cayenne und Mercedes S-Klasse etwas unwirsch werden, wenn diese Automobilien vor einem Abbruchhaus parken um daraus Lofts zu kreiiren, kann wohl jeder nachvollziehen.
Doch leider passiert es nun immer und immer mehr, dass die restliche Mittelschicht unter den Brandstiftungen leiden muß. Denn in den letzten Wochen kam es immer wieder zu Bränden von mittelklasse Wagen deutscher Automobilhersteller. In meiner Nachbarschaft brannte letztens ein uralt Polo. An meinem Auto wurde die Antenne geklaut und die Tür zerkratzt. Das hat alles keine politische Botschaft mehr, das ist purer Vandalismus.
Und der kotzt mich an! Werdet doch mal politisch!
PS: Gentrifizierungskarossen stehen in Garagen!
Charlottenburg
Mach-mal-Politik-Grüße
Miez

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