No means No! – Slutwalk Berlin 2011 – Teil I

Es ist das Jahr 2011, das Jahr der großen Bewältigung, das Jahr des Kachelmann und des Strauß-Kahn-Prozess. Es ist das Jahr in dem ein Michael Sanguinetti sagt: Women should avoid dressing like sluts in order not to be victimized und damit eine weltweite Protestbewegung lostritt. Es ist das Jahr in dem der Slutwalk beginnt.
Endkundgebung am Gendarmenmarkt, Slutwalk Berlin, 13. August 2011
Der Protest wurde gestern in Deutschland fortgesetzt und so trafen sich in Berlin, wie auch in vielen anderen deutschen Städten, über 3.000 Frauen und Männer um gemeinsam gegen Bagatellisierung von Vergewaltigungen, sexuellen Belästigungen, sexuelle Diskriminierung und Menschenhandel und für Anerkennung verschiedener Auslegungen und Akzeptanz unterschiedlicher sexueller Ausrichtungen. Denn sexuelle Gewalt kennt kein Alter und kein Geschlecht.
Vergewaltigungsmythen des Patriarchats 
Der Urmythos des Patriarchats ist die irrsinnige Annahme, dass Frauen Nein sagen und eigentlich Ja meinen. Da gibt es diverse Komödianten à la Mario Barth und reihenweise humoristische Bücher die das annehmliche Gedankenwirrwarr der Frau entwirren wollen und so diesen Mythos zur Tatsache erklären und ihm ein Standbein geben.
Ein weiterer Mythos ist der, dass, wenn Frauen und Mädchen kurze Röcke, tiefe Ausschnitte und enge Kleidung tragen, das nur tragen, damit sie von Männern angemacht werden und sexuellen Kontakt wünschen. Es ist also kein Wunder, wenn sie vergewaltigt werden. Sie provozieren es ja. Jede Frau und jedes Mädchen trägt also ihre Schuld an der Vergewaltigung bei.
Damit wird jedem Mann ein triebhaftes Verhalten unterstellt, er wird also qua des Mythos zum potenziellen Vergewaltiger aus unfreien Stücken deklariert, zu einem Monster, wie man meinen könnte. Doch in der patriarchalischen Gesellschaft wird das sein des Mannes durch seine Macht und seine Potenz bestimmt. Potenz heißt Macht, eine Art Größenvergleich des Schwanzes mit allen anderen essentiellen Dingen des 21. Jahrhunderts.
Zudem ist dieser Mythos eine groteske Diffamierung der Opfer, die hierbei zum Täter gemacht werden und den eigentlichen Täter entlasten bzw. zum Opfer einer Nymphomanin, einer Lolita machen. Das ist ein Schlag ins Gesicht für jedes Opfer. Kleidung ist ein Ausdruck der Individualität des Menschens. Es kann viele Gründe haben, warum man kurze Sachen trägt, z.B. weil einem warm ist, oder weil man seine Beine mag, oder weil es grade Mode ist, oder weil man einfach so groß ist, dass fast alle Röcke Miniröcke sind.
Niemand vergewaltigt einen Bauarbeiter, nur weil der bei 40° an der Teermaschine sein Shirt auszieht und so halbnackt durch die Gegend läuft.
Wenn Frauen zu wenig Aufmerksamkeit oder Abweisung durch einen Mann erhalten beschuldigen sie ihn meist der Vergewaltigung, ist ein weiterer Vergewaltigungsmythos, der ebenfalls das Opfer beschuldigt. Beim Fall Kachelmann kam es zu eben dieser Beschuldigung. Die Nebenklägerin hätte sich die Vergewaltigung nur ausgedacht, weil sie ihm – dem Täter – eins auswischen wollte. So wurde sie immer und immer wieder einer peinlichen Befragung unterworfen, bis sie zum Ende des Prozesses sagte: Ich rate jeder Frau ab, ihren Täter anzuzeigen. Es schmerzt, wenn einem niemand Glauben schenkt, wenn man immer und immer wieder die gleichen Fragen beantworten muss.
Natürlich soll es nicht so sein, dass Unschuldige verurteilt werden, als Bauernopfer – doch sollten Gerichte mehr Rücksicht auf die Befragung der Opfer nehmen, auf ihr Persönlichkeitsrecht und ihre Würde achten und nicht nur auf die des Täters.
Ebenso schmerzhaft ist auch die Anklage anderer, dass das Opfer sich nicht richtig gewehrt hat und wenn man sich nicht wehrt dann wollte man das ja. Also richtige Vergewaltigungsopfer sind entweder tot oder weggelaufen. Es geht bei einer Vergewaltigung nicht darum eben mal einen Penis in eine trockene Vagina zu stecken und sich vor einem fremden Mann nackt weder zu finden, es geht hier um einen Gewaltakt, der in das Intimste, was wir haben – unsere Sexualität, bei der sich die meisten Menschen eben nicht gern zu sehen lassen – eindringt. Und es geht darum, dass Gewalt angewendet wird. Frauen werden bewusstlos geschlagen um überwältigt zu werden, es wird der Unterleib zerrissen, sie werden aus Fenstern geworfen, ihnen werden Messer in den Bauch gerammt, Dreck und Unrat in die Vagina eingeführt – sie werden mit dem Leben bedroht.
Niemand wirft den S-Bahn-Opfern vor sich nicht gewehrt zu haben, auch wenn der Täter noch nicht einmal halb so alt wie das Opfer war.

Erwartungen an das Opfer
Es ist nicht so, dass nach einer Vergewaltigung für das Opfer alles wieder gut ist. Man wird nicht in Watte gepackt, man atmet nicht erleichtert auf. Man ist mit seinem Trauma meist ganz alleine.
Da ist immer noch die Gesellschaft, die so einiges vom Opfer verlangt. Was ist denn dann, wenn man nach der Tat zurück zur Arbeitsstelle kommt oder eben zurück in die Schule? Was ist, wenn für einem selbst, dass Leben davor vorbei ist und nun ein neues beginnt?
Um ehrlich zu sein, war meine Schulzeit der reinste Horror, nachdem ich zurück kam und nun mein neues Leben leben musste. Ich fand mich in meiner Grundschulklasse wieder umringt von meinen Klassenkameraden die vor Neugier fast platzten: erzähl mal! Sag mal! Wie war das?
Ich sagte nichts. Mein Kopf drehte sich, ich zitterte und beobachtete mich selbst von außen. Das nennt man Dissoziative Störung, das ist der Schutz meines Körpers um meine Seele zu retten. Ich sagte nichts, ich schwieg.
In einer Pause standen meine Freundinnen vor mir und übten, wie man sich von einem Vergewaltiger losreißt und fragten warum ich das nicht getan hätte, warum ich so dumm war mit zu gehen. War ich ja nicht, ich hab versucht mich loszureißen, hab gekämpft, aber was sollte ich als 7-jährige gegen einen erwachsenen Mann tun? Übrigens ist das heutzutage noch immer wieder eine Frage von vollmündigen Erwachsenen.
Dann einmal, als wir im Stuhlkreis saßen, stand ein Klassenkamerad vor mir, zeigte mir seine Kette mit einem silbernen M: Schau mal, ich hab die Kette von deinem Vergewaltiger, ich war das! Ich sagte nichts, ich schwieg, blicke durch ihn durch. Mein Kopf drehte sich und es tat weh. Erzähle ich heute davon, dann sagen viel: na so sind halt Kinder.
Dann erzähle ich davon wie der größte Schulstörer in der Realschule hinter mir her lief und immer wieder schrie: Mit dir haben sie Kinderpornos gedreht! Bis ich heulend zusammen brach. Doch mein Rektor ließ mich nicht nach Hause gehen, weil der Schulstörer eben so war und man wegen so was nicht nach Hause geht.
Und von meiner Klassenlehrerin, die mich vor der ganzen Klasse vorführte und mich aufforderte zu erklären, was eine Vergewaltigung ist. Ich war so geschockt, konnte nicht sprechen, nicht denken. In meinem Kopf drehte sich alles. Dann zeigte sie mit dem Finger auf mich und sagte: Seht ihr! Sabrina weiß noch nicht mal, was ihr passiert ist! Ich schwieg und sagte nichts, auch meinen Eltern gegenüber.
All das änderte sich erst, als ich nach der Realschule auf ein Gymnasium in Hannover wechselte, als dort niemand meine Geschichte kannte und ich nicht mehr Opfer war, sondern einfach nur Schülerin.
Trotzdem sind da immer noch so viele Dummheiten, die man immer wieder hört und die immer wieder ein Schlag in die Magengrube sind. Es sind die Erwartungen und Vorurteile an das Opfer.
Viele Menschen sind der Meinung, dass vergewaltigte Frauen und Mädchen einen Knacks, einen Hau weg haben. Das war ein Satz, der mich tief geprägt hat, den ich seit 23 Jahren immer und immer wieder höre. Er war immer mein Ansporn „normal“ zu sein, mir eine Maske aufzubauen, eine starke, die nie zuließ Schwäche zu zeigen, ich wollte nicht als Verrückte gelten. Das ich alles und alles schluckte und nie Wut und Aggression zeigte. Bis zu dem Tag, als mir alles zu viel wurde und ich zusammenbrach.
Dann die Erwartung, fast Verpflichtung eines Opfers komplett auf ein Sexualleben zu verzichten. Für mich hat einvernehmlicher Sex nichts mit dem zu tun, was mir passiert ist. Ich habe gerne Sex und mag es auch mich sexy zu kleiden, wenn ich meinem Mann gefallen will. Ich bin eitel und lege sehr viel Wert auf meine Kleidung, Make-up und Haare. Das habe ich schon immer gemacht, auch wenn meine Mutter mich als Teenager manchmal an mein Erlebnis erinnerte, mich aber trotzdem gewähren ließ. Ich möchte nicht aussehen, wie ein Mauerblümchen, ich will Spaß haben, sexy sein und flirten – ohne Angst zu haben, dass jemand mich nehmen könnte und in die nächsten Büsche zieht. 
Was sich ändern muss
Ich war am Morgen des Slutwalks extrem aufgeregt, doch ich wollte dort unbedingt hin, wusste aber nicht genau, ob ich das auch emotional schaffe. Zudem hatte ich mir ein Plakat gebastelt, auf dem ich mich das erste Mal ganz öffentlich als Opfer outete.
Das war ein extrem großer Schritt für mich, weil ich ja sonst immer nur schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht habe, wenn es um das Thema ging.
Die Stimmung unter den TeilnehmerINNEN war aber so friedlich, ausgelassen und einfach toll, dass ich mich schon schnell wohl fühlte, auch wenn ich bis heute, jetzt, wo ich diesen Text schreibe, immer noch aufgeregt bin und mich das emotional sehr angestrengt hat. 
Es hat 23 Jahre gedauert um zu verstehen, dass es nicht schlimm ist Opfer zu sein, dass da nichts schlimmes an mir ist, dass ich nicht ekelig bin, geschändet, ein Schadfleck und befleckt. Das es aber sehr wohl schlimm ist, dass ich zum Opfer wurde und es kein ungerechtes Selbstmitleid ist, wenn ich manchmal deswegen weine.
Es ist schlimm, dass ich damals keine Therapie bekam und ich und meine Eltern mit dem Scherbenhaufen allein gelassen wurden. Dass ich erst mit 30 Zusammenbrechen musste um mir endlich einzugestehen: ich brauche Hilfe und das ist auch nicht schlimm.
Es ist schlimm, dass Opfer nicht zur Polizei gehen und Anzeige erstatten, weil sie Angst vor der Befragung vor Gericht haben oder davor, dass ihnen niemand glauben schenken wird. Es ist schlimm, dass der Täter von damals nicht verurteilt wurde, weil er ein angebliches Alibi hatte und meine Eltern zu meinem Schutz nicht wollten, dass ich alles noch mal alleine vor Gericht im Gerichtssaal erzählen muss.
Es ist schlimm, dass wir im Jahre 2011 leben und Vergewaltigung und sexuelle Belästigung und Diskriminierung noch immer als Bagatelle betrachtet wird. Dass sich eine Frau Friedrich hinsetzt und sagt: orale Vergewaltigung ist keine echte Vergewaltigung.
Es ist schlimm, dass ein Krieg in Afghanistan geführt wird, um sich angeblich für Demokratie und Frauenrechte einzusetzen, die Burka verurteilt wird, aber dass bei uns- also in der glorreichen westlichen Demokratie aka Besatzer, ihren Frauen empfehlen nachts nicht mehr allein spazieren zu gehen und dann im Falle eines Falls sagen: selbst Schuld! Es ist schlimm, dass Frauenrechte immer noch nicht als Menschenrechte verstanden werden.
Das ist schlimm und das will ich nicht mehr. Ich will frei sein und meine Freiheit nicht beschränken müssen, weil ich eine Frau bin. Ich will nachts spazieren gehen können, wenn ich nicht schlafen kann, oder von der Disco nach Hause komme. Ich will Kleider tragen können, trotz weiblicher Formen, ohne ekelhaft angesprochen zu werden. Ich will allein an einer Hotelbar sitzen und keinen Schlüssel zu geschoben bekommen. Ich will nicht gefragt werden, wie teuer ich bin.
Wir brauchen ein Umdenken der Justiz. Wir brauchen Befragungen der Zeugen, die die Menschenwürde nicht angreifen, Befragungen bei denen sie keinem Publikum vorgeführt werden. Wir brauchen mehr Therapieplätze für die Opfer. Wir brauchen eine Entschädigung der Opfer, die wegen der Traumatisierung nicht mehr arbeiten können.
Wir brauchen mehr Respekt vor den Opfern und kein Mitleid mit den Tätern. Es ist der Täter der die Tat aus freien Stücken begeht. Er selbst entscheidet: vergewaltige ich oder vergewaltige ich nicht?
Wir brauchen eine starke Lobby um das Patriarchat zu durchbrechen und alle Lügen und Mythen aus zu merzen und zu vernichten. Wir müssen die Diktatur der Penisse besiegen in der wir immer und immer nur Objekte sein werden. Wir müssen stark sein, wir dürfen unser Leben nicht einschränken, nur weil wir Frauen sind. Wir müssen uns bewaffnen und jedem, der uns an den Busen greift ins Gesicht schlagen, wir dürfen uns nichts gefallen lassen. 
Wir sind keine Opfer mehr, wir sind KriegerINNEN! No means No!
Eure Mieze
 

8 Gedanken zu “No means No! – Slutwalk Berlin 2011 – Teil I

  1. Brava, Sabrina! Wie Slutwalk Dich ermütigt hat,über Deine Geschichte zu schreiben zeigt, wie nötig wir Frauen solche gemeinsamen Demonstrationen von Mut und Solidarität haben. Alle Achtung! – beste Grüße, Karen

  2. Toller Text und sehr, sehr mutig von dir. Danke dafür und ich hoffe, dass die Slutswalks die Aufmerksamkeit für dieses Thema weiter so stark aufrechterhalten.

  3. Chapeau, Sabrina! Du hast sovieles in Worte gefasst, was vielen nicht über die Lippen kommen will; stellvertretend für alle, die vor Ohnmacht und Verzweiflung wortlos geworden sind.
    Gut, dass Du da bist, nicht aufgegeben hast, und ich bewundere grenzenlos Deinen Mut und Deine Offenheit, auch Dir selbst gegenüber.

    Mein erster Freund hat mal gesagt: Intimität und Sex ist das Schönste, was zwischen zwei Menschen passieren kann. Hat er ausnahmsweise recht. 😉
    Umgekehrt ist dies auch das Brutalste, was man einem Menschen antun kann, denn man vergewaltigt ja nicht nur einen Körper, sondern vor allem die Seele. Nur sind diese Narben nicht sichtbar und heilen u.U. nie.

    Zwar habe ich auf den SlutWalk-Fotos auch barbusige Frauen herumlaufen sehen, was ich persönlich dann doch wieder grenzwertig empfinde. Nix gegen einen sexy Look, aber frau muss sich dann auch nicht gleich tafelfertig servieren…
    Trotzdem bin ich froh, dass Du die Gemeinschaft gefunden und die Öffentlichkeit gesucht hast – ich unterschreibe Dein Anliegen voll und ganz und bin als Kriegerin an Deiner Seite. 🙂

    Drück Dich ganz fest, Große! :-*

    Ann

  4. Liebe Sabrina, auch von mir, wie bereits an anderer Stelle erwähnt, nur der größte Respekt!!! Ich hoffe sehr, dass es in Zukunft mehr Frauen möglich sein wird, so mutig zu sein wie Du. Dein Plakat werde ich bestimmt für den Rest meines Lebens nicht mehr vergessen! Liebe Grüße und Chapeau!

  5. Liebe Mieze, ich kenne dich zwar nicht, aber ich finde es großartig von dir, dass du an die öffentlichkeit gehst. nur wenn immer wieder über diese dinge geredet wird und gegen unrecht gekämpft wird, kann sich etwas ändern. das wahlrecht, das recht, eigenes geld zu besitzen, das recht auto zu fahren, etc etc, haben wir frauen ja nicht, weil ein paar gnädige herren sich mal dazu durchgerungen haben, sondern weil frauen sich nicht haben entmutigen lassen, dafür zu kämpfen, auch wenn sie beschimpft wurden und als unweibliche monster verschrien waren. irgendwann fanden es dann auch die männer selbstverständlich. aber erst nachdem frauen lange lange dafür gestritten haben. also weiter so!! vielen dank und gute energie!

  6. Liebe mieze, ich kenne dich zwar nicht, aber ich finde es großartig, dass du hier schreibst und an die öffentlichkeit gehst. nur wenn man unrecht immer und immer wieder anprangert, kann sich etwas ändern. wenn vor hundert jahren nicht ein paar frauen immer wieder für unsere rechte gestritten und gekämpft hätten, sich beschimpfen lassen mussten als unweibliche monster etc, dann hätten wir heut noch kein recht zu wählen, kein recht auto zu fahren, kein recht ein eigenes konto zu eröffnen, allein zu wohnen, ohne als gescheiterte existenz/ freiwild zu gelten etc etc das patriarchat wird nicht von herren abgeschafft werden, denen es darin nur zu gut geht. sondern von frauen (und aufgeklärten männern), die sich eine andere gesellschaft wünschen. Ich wünsche dir alles gute und viel gute energie für die zukunft!

  7. Ich habe den Tag über die Kommentare hier nachgedacht und irgendetwas an Ann’s Kommentar über barbusige Frauen als „tafelfertig“ blieb hängen und störte mich immer mehr. Ist es nicht eigentlich nur eine etwas höflichere Umschreibung des gleichen Kommentars von schlampigen Frauen als willigen Opfern? Ich mißverstehe es sicherlich nur, aber es ließ mich einmal mehr über Frauen als „Mittäterinnen“ des Patriachats nachdenken. Ich kann es als übelst, schlechten Geschmack ansehen, wenn Männer oder Frauen in der Stadt halbnackt herumrennen, ich kann finden, daß die blanke Brust von der Demonstration für Frauenrechte so sehr ablenkt, daß keiner mehr auf die zu übermittelnde Botschaft achtet… aber mache ich mir damit die männliche Sichtweise so sehr zu eigen, daß ich die entsprechenden Frauen als tafelfertig bewerte?

  8. @ Thea:
    Das ist wohl richtig. Nur weil man barbusig rumläuft ist das keine Aufforderung für Sex. Wie gesagt, wenn das ein Bauarbeiter tut, dann ziehen ihn Frauen auch nicht ins Gebüsch oder fassen ihn an.
    Zuerst dachte ich auch: das muss doch nicht sein..aber wenn sie so rumlaufen will…warum nicht. Es gilt IMMER: erst fragen, dann anfassen.

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